Ratgeber · Küche

Airfryer kaufen: Darauf solltest du achten

Airfryer sind beliebt – aber nicht jedes Modell passt zu jedem Haushalt. Dieser Ratgeber erklärt, welche Faktoren beim Kauf wirklich eine Rolle spielen.

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Seit einigen Jahren sind Airfryer in vielen Haushalten zu finden – und der Markt hat sich entsprechend gefüllt. Modelle gibt es in verschiedenen Größen, Leistungsklassen und Preisbereichen. Das macht die Auswahl unübersichtlich.

Dieser Ratgeber hilft dir, die wichtigsten Kaufkriterien zu verstehen – ohne Produktversprechen zu wiederholen oder ein konkretes Modell zu bewerben.

Für wen ist dieser Ratgeber?

Du überlegst, ob ein Airfryer zu deinem Kochstil passt.
Du hast noch keinen und weißt nicht, worauf du achten solltest.
Du hast ein Modell gefunden und möchtest prüfen, ob es für dich geeignet ist.

Ein Airfryer ist kein Alleskönner. Wer selten kocht oder bereits eine gut ausgestattete Küche hat, braucht nicht unbedingt ein weiteres Gerät.

Worauf solltest du achten?

1. Größe und Fassungsvermögen

Airfryer gibt es von etwa 1,5 bis 6+ Litern. Die Größe sollte sich am Haushalt orientieren – nicht an dem, was du vielleicht gelegentlich kochen möchtest.

Orientierungswerte:
  • 1–2 Personen: 2–3 Liter
  • 3–4 Personen: 4–5 Liter
  • Familie / großer Bedarf: 6+ Liter

Größere Modelle brauchen mehr Platz und verbrauchen mehr Strom. Für Kleinhaushalte sind sie in den meisten Fällen überdimensioniert.

2. Leistung

Die meisten Airfryer liegen zwischen 1.200 und 2.400 Watt. Mehr Watt bedeutet schnelleres Aufheizen, aber nicht automatisch bessere Ergebnisse. Für einen 2-Liter-Airfryer sind 1.400–1.600 Watt in der Regel ausreichend. Höhere Wattangaben sind bei größeren Modellen sinnvoller, da mehr Volumen erwärmt werden muss.

3. Reinigung

Der Garkorb und die Innenfläche verschmutzen beim normalen Gebrauch. Prüfe, ob der Korb spülmaschinenfest ist – das spart im Alltag deutlich Zeit. Beschichtete Innenflächen lassen sich oft leichter abwischen. Modelle mit vielen festen Einbauten sind schwieriger zu reinigen.

4. Programme und Einstellmöglichkeiten

Viele Airfryer haben voreingestellte Modi für Pommes, Hähnchen, Fisch und ähnliches. Diese sind praktisch, aber kein Pflichtmerkmal. Wichtiger ist eine zuverlässige Temperaturregelung (typischerweise 80–200 °C) und ein Timer mit automatischer Abschaltung. Digitale Displays machen die Bedienung etwas einfacher, sind aber keine Voraussetzung für gute Ergebnisse.

5. Platz in der Küche

Airfryer stehen dauerhaft auf der Arbeitsfläche oder müssen nach jeder Nutzung verstaut werden. Miss den verfügbaren Platz – inklusive ein paar Zentimetern Abstand zur Wand und zu Hängeschränken, da heiße Luft nach oben austritt. Wer wenig Abstellfläche hat, sollte das vor dem Kauf realistisch einplanen.

6. Preis-Leistung

Einfache Airfryer sind bereits ab 30–50 Euro erhältlich. Teurere Modelle bieten oft mehr Programme, ein besseres Display oder ein größeres Volumen – aber keine garantiert besseren Ergebnisse beim Garen. Für einen ersten Airfryer reichen günstigere Modelle häufig aus, um festzustellen, ob das Gerät in den eigenen Kochalltag passt.

Häufige Fehler beim Kauf

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Zu groß kaufen

Ein 6-Liter-Airfryer für eine Person ist überdimensioniert, braucht viel Platz und heizt mehr Volumen als nötig auf.

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Auf viele Programme verlassen

Die meisten voreingestellten Modi sind nur Temperatur- und Zeitvorschläge. Du kannst dasselbe Ergebnis manuell einstellen.

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Platzbedarf unterschätzen

Wer erst nach dem Kauf merkt, dass das Gerät keinen festen Platz hat, stellt es meistens weg und nutzt es kaum noch.

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Falsche Erwartungen an das Ergebnis

Ein Airfryer macht Pommes und Hähnchenteile gut knusprig – er ersetzt aber keinen Backofen für alle Anwendungen und verändert den Geschmack nicht grundlegend.

Häufige Fragen

Ist ein Airfryer gesünder als eine normale Fritteuse?

Ein Airfryer braucht deutlich weniger Öl als eine herkömmliche Fritteuse. Ob das den Unterschied im Kontext der Gesamternährung spürbar macht, hängt vom individuellen Essverhalten ab. Der geringere Fettgehalt bei frittierter Zubereitung ist real, aber kein Allheilmittel.

Kann ich einen Airfryer als Backofen-Ersatz nutzen?

Für kleinere Mengen und bestimmte Gerichte wie Hähnchen, Gemüse oder aufgewärmte Speisen funktioniert das gut. Für größere Mengen, Blechkuchen oder flache Backwaren ist ein Backofen besser geeignet.

Wie lange dauert das Garen im Airfryer?

Das hängt vom Lebensmittel ab. Pommes brauchen etwa 15–20 Minuten bei 180–200 °C, Hähnchenteile 20–25 Minuten. Der Vorteil gegenüber dem Backofen ist vor allem die kürzere Vorheizzeit.

Ist ein Airfryer laut?

Der Ventilator ist hörbar – in etwa so laut wie ein Gebläse oder ein leiser Dunstabzug. Für die meisten Menschen ist das im normalen Küchenalltag kein Problem.

Was kann man im Airfryer nicht zubereiten?

Flüssige Teige wie Pfannkuchen funktionieren nicht gut. Sehr kleine Lebensmittel oder leichte Zutaten wie Blattgemüse können durch die Luftzirkulation aufgewirbelt werden. Für sehr große Portionen fehlt in den meisten Modellen der Platz.

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